Warum sind meine Zähne - trotz regelmäßigem Putzen - verfärbt?

Wer sich mehrmals am Tag die Zähne putzt, kaum Kaffee trinkt und nicht raucht, der wünscht sich auch ein strahlend weißes Ergebnis. Die Realität sieht leider oft anders aus. Zahnverfärbungen können verschiedene Ursachen haben.

Verwenden Sie eine Mundspülung?

Für eine bessere Mundhygiene verwenden viele Menschen eine Mundspülung, mit dem gewünschten Nebeneffekt, dass auch die Zähne heller werden. Ein Irrtum. Denn die meisten Spülungen enthalten Zinnfluorid und Chlorhexidin, um Plaque zu reduzieren. Das wiederum verfärbt die Zähne. Zum Glück ist der bräunliche Belag meist nur oberflächlich. Beim gründlichem Zähneputzen kann dieser wieder entfernt werden.

Welche Zahnpaste benutzen Sie?

Auch Zahnpasten versprechen strahlend weiße Zähne. Doch Achtung: Die meisten sind sehr aggressiv und greifen den schützenden Zahnschmelz an. Die Folgen können das Gegenteil bewirken und zu Verfärbungen führen. Eine zu schwache Reinigungswirkung der Zahnpasta säubert nicht gründlich.

Tipp: Achten Sie auf den „RDA-Wert“ auf der Verpackung. Er steht für Radioaktive Dentin Abrasion und gibt Auskunft darüber, wie stark der Zahnschmelz abgetragen wird. Ein Wert zwischen 35 und 50 steht für eine geringe Abreibung bei einer guten Reinigung. Pasten, die den Wert von 95 überschreiten, sollten Sie lieber nicht täglich verwenden.

Welche Getränke bevorzugen Sie?

Wasser ist wie so oft die beste Wahl. Doch wer hält sich schon täglich daran und trinkt nicht auch gerne mal ein Glas Limonade? Allerdings ist die darin enthaltene Mischung aus Zucker und Zitronensäure besonders schädlich für den Zahnschmelz. Sie greift ihn an und macht den Zahn anfälliger für Verfärbungen.

Tipp: Wer auf ein Glas Limo nicht verzichten will, sollte nicht sofort nach dem Trinken die Zähne putzen, sondern eine halbe Stunde warten.

Müssen Sie Antibiotika einnehmen?

Bakterielle Infektionen lassen sich meist nur mit einem Breitbandantibiotikum behandeln. Vorteil: Der Patient fühlt sich schnell besser. Nachteil: Das Medikament bildet Calcium-Chelas, das sich im und unter dem Zahnschmelz einlagern kann. Die Folgen: Es können braune oder graue Stellen auf den Zähnen entstehen. Bei der Einnahme von Antibiotikum gilt: Je jünger der Patient ist, desto höher das Risiko einer Zahnverfärbung. Haben sich die Zähne einmal verfärbt, hilft oft nur eine professionelle Zahnaufhellung durch den Arzt.

Nehmen Sie Hustensaft vorm Schlafengehen?

Für einen ruhigeren Schlaf wird Hustensaft abends vor dem zu Bettgehen empfohlen. Das kann aber den Zähnen schaden. Der Sirup setzt sich an ihnen fest. Gleichzeitig trocknen Zucker und Alkohol den Mund aus. Es wird zu wenig Speichel produziert, um die Zähne auf natürlichem Weg von Rückständen zu befreien.

Tipp: Nehmen Sie Hustensaft nicht zu spät ein und putzen Sie danach noch einmal die Zähne.

Leiden Sie unter Eisenmangel?

Auch eisenhaltige Tabletten können zu dunklen Verfärbungen führen.

Tipp: Wer Eisen in Form von Brausetabletten zu sich nimmt, kann die Lösung mit einem Strohhalm trinken. Das schützt den Zahn. Wenn Sie die Eisenpräparate wieder absetzen, sollten die Verfärbung bei regelmäßigem Zähneputzen verschwinden. Notfalls kann eine professionelle Reinigung beim Zahnarzt helfen.

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